Schlangenfund

 

Aufgrund der Sichtung einer Schlange wurde die Feuerwehr Halstenbek am späten Mittwochvormittag in die Straße Am Redder alarmiert. Noch auf der Anfahrt wurden die Einsatzkräfte von der Leitstelle darüber in Kenntnis gesetzt, dass es von der besagten Schlange ein Foto gibt, die das Tier eindeutig als Kobra identifiziert. Die Sichtung wurde auch vor Ort durch einen Mitarbeiter der Baumschule bestätigt. Da der Biss einer Kobra innerhalb kurzer Zeit tödlich ist, wurde von den Einsatzkräften umgehend eine entsprechende Nina-Warnung für den Bereich veröffentlicht.

Nach Sichtung des Fotos und telefonischer Rücksprache mit einem Schlangenexperten der Feuerwehr Hamburg, wurde der betroffene Bereich der Baumschule großflächig abgesperrt und aus dem Kreisgebiet drei Drohneneinheiten angefordert, um die Schlange aus sicherer Entfernung zu lokalisieren. Parallel wurde das Einsatzstichwort für die Feuerwehr Halstenbek auf Vollalarm erhöht.

Nachdem alle drei Drohnen bereits in der Luft und längere Zeit auf der systematischen Suche nach dem Tier waren, kamen Zweifel an den Aussagen des Mitarbeiters auf. Nach weiterer intensiver Befragung durch die Polizei stellte sich heraus, dass die Sichtung der Schlange in der Tat erfunden war und auch das Foto per KI gefälscht war. Der Mitarbeiter wollte lediglich seinen ebenfalls in der Baumschule arbeitenden Vater erschrecken. Der Einsatz konnte daher abgebrochen werden und auch die Nina Warnung wurde aufgehoben.

Ärgerlich und unnötig war insbesondere die Tatsache, dass der besagte Mitarbeiter so lange an seiner erfundenen Geschichte festhielt und so einen sehr aufwändigen, personal- und kostenintensiven Einsatz verursacht hat. Gegen 14.30 Uhr war der Einsatz für alle eingesetzten Kräfte wieder beendet.

Feuerwehr Halstenbek

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Einsatz #134 / 2026-07-15
TH TIER K

Am Redder, Halstenbek