Halstenbek, 16.06.2005 - Seit einem Vierteljahrhundert ist die Halstenbeker Feuerwache an der Gärtnerstraße beheimatet. Seit Jahren kämpfen die Wehrmänner gegen die Raumnot: Fahrzeuge müssen in Privatgaragen und in der Waschhalle geparkt werden - und bei Großeinsätzen fehlt es an Parkplätzen für die anrückenden Blauröcke.
Probleme, die jetzt abgestellt werden - zum Preis von 600 000 Euro. Diese Summe investiert die Gemeinde, um eine benachbarte Baumschulfläche aufzukaufen und darauf einen Anbau zu errichten. Es entstehen drei weitere Stellplätze, so daß künftig jedem der elf Einsatzfahrzeuge ein fester Stellplatz zugeordnet werden kann. Zudem werden 60 weitere Pkw-Stellplätze auf dem Gelände geschaffen, so daß jedem der 80 Feuerwehrmänner ein eigener Parkplatz zur Verfügung steht. "Es ist vorgeschrieben, daß pro Sitzplatz in den Feuerwehrfahrzeugen ein Parkplatz vorhanden sein muß. Wir verfügten auf dem Gelände aber bisher nur über 20 Stellplätze", erläutert Bauamtsleiter Holger Lange.
Gestern vollzogen Wehrführer Frank-Michael Gormanns, sein Stellvertreter Andreas Roman, Bürgervorsteher Otto Sajitz, Bauausschußchef Günter Steffen sowie Rainer Goldmann, Geschäftsführer der Baufirma Groth & Co, den symbolischen ersten Spatenstich für das Projekt. Groth & Co wurde von der Gemeinde als Generalunternehmer engagiert - zum Preis von 420 000 Euro.
Das Unternehmen kümmert sich von der Erstellung des Bauantrages bis zur Übergabe des fertigen Gebäudes um alles - ein "Rundum-Sorglos-Paket", wie es Egge formulierte. Er betonte, daß die Gemeindevertretung bereits 2003 die Erweiterung beschlossen habe. "Die Grunderwerbsverhandlungen haben sich hingezogen, weil der Eigentümer andere Vorstellungen hatte", so der Verwaltungschef. Die Übergabe des Anbaus wird voraussichtlich Ende November erfolgen. Die drei neuen Hallen sind 14,25 Meter breit und 27,50 Meter tief und werden etwas höher als der Altbestand ausfallen, um auch größere Fahrzeuge - wie etwa die Drehleiter - unterbringen zu können.
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 17. Juni 2005 ( Arne Kolarczyk )