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Gemeinde und Feuerwehr warnen vor Betreten des Eises !

Halstenbek, 13.01.2010 - Kai Semmelhack erinnert sich ganz genau an den 24. Januar 1985. Als wäre es gestern gewesen. Ein Wintertag. Kalt. Mit Eis und Schnee. "An diesem Tag ertrank der fünfjährige Sven im Regenrückhaltebecken am Osterbrookweg", so der stellvertretende Wehrführer. Die dünne Eisschicht hatte den Kleinen nicht gehalten. Ein trauriger, ein entsetzlicher Tag für die Familie. Für die Rettungskräfte. Damit so etwas nicht wieder in der Baumschulgemeinde passiert, gingen gestern Verwaltung und Feuerwehr an die Öffentlichkeit: "Das Betreten des Eises ist generell verboten."


Das gilt nicht nur für die Rückhaltebecken an der Wilhelmstraße, am Blocksberger Moor sowie am Osterbrookweg, sondern ganz besonders für den Krupunder See. Maike Ravn vom Fachdienst Ordnung im Halstenbeker Rathaus appelliert an die Bürger in und um Halstenbek eindringlich, die Gewässer nicht zu betreten.

Für den Krupunder See gibt es dafür zwei Argumente. Ravn: "Laut Satzung der Gemeinde Halstenbek, Paragraph 4, Absatz 1,3 ist der Krupunder See ein geschützter Landschaftsbestandteil." Und zweitens werde das Wasser des Sees permanent durch die Tiefenbelüftungsanlage, die sogenannte TIBEAN, bewegt. Das Eis könne daher nie die nötige Tragfähigkeit bekommen.

Semmelhack geht noch einen Schritt weiter. Eltern sollten ihre Kinder zwingend davor warnen, das Eis zu betreten. "Und selbst dafür Vorbild sein." Denn in der jüngsten Vergangenheit habe er beobachtet, wie Erwachsene das Eis betreten hätten. Lebensgefährlich, betont der erfahrene Feuerwehrmann. Auch bei zehn Zentimetern Eis-Dicke. Zwar würden die Einsatzkräfte der Feuerwehr permanent Notfälle üben, so Semmelhack. "Doch wir wollen es dabei belassen."

Für den Notfall ist die Feuerwehr gerüstet. Die Retter können auf ein Schlauchboot mit Eis-Schlitten zurückgreifen. Sie besitzen Schwimmwesten und Leitern. Doch auf der Wunschliste steht ein sogenannter Überlebensanzug ganz oben. Damit es nie wieder zu einem so tragischen Unfall wie vor 25 Jahren kommt.

Quelle: Pinneberger Tageblatt vom 13. Januar 2010 ( Dietmar Vogel )

 
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