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Nachbarschaftliche Löschhilfe
Egenbüttel, 01.01.2008 - Bei einem Großfeuer ist in der Neujahrsnacht im Rellinger Ortsteil Egenbüttel ein Einfamilienhaus vollständig zerstört worden. Der stundenlange Einsatz von mehr als 80 Einsatzkräften der freiwilligen Feuerwehren Egenbüttel, Rellingen und Halstenbek vermochte einen Totalschaden nicht zu verhindern.


Um 0.29 Uhr fand in dem Haus an der Hempbergstraße eine Silvesterfeier von mehreren jungen Leuten ein abruptes Ende. Zeugen sprachen von einem Knall. Ein Nachbar von gegenüber alarmierte die Feuerwehr. Das Feuer griff sehr schnell um sich. Einsatzleiter Hans-Hinrich Kruse, Wehrführer der FF Egenbüttel, ließ nach der ersten Lageerkundung die FF Rellingen nachalarmieren. Um 2.05 Uhr wurde zusätzlich die Feuerwehr Halstenbek mit einer Drehleiter und Atemschutzgeräteträgern hinzugezogen.

In der Anfangsphase waren bis zu fünf Trupps unter schwerem Atemschutz im Innenangriff tätig. Dieser musste nach einer halben Stunde abgebrochen werden, weil er zu  gefährlich wurde. "Wir hatten im Obergeschoss Temperaturen von mehr als 200 Grad", erklärte Kruse. Außerdem wurde der Dachstuhl instabil und konnte auch von außen über tragbare Leitern nicht mehr betreten werden. Die Dachkonstruktion bereitete den Einsatzkräften auch die größten Schwierigkeiten bei der Brandbekämpfung. Das Satteldach des älteren Gebäudes war mit Dachpappe und Metallplatten in Pfannenoptik gedeckt. Das Wasser lief von dort aus ohne Wirkung herunter.

Erst als sich das Feuer mit einer starken Rauchentwicklung einen Weg durch diese Schicht gebahnt hatte und vom Korb der Halstenbeker Drehleiter aus Platten zerschlagen wurden, war ein effektiver Löscheinsatz möglich. Dieser dauerte bis in die Morgenstunden. Anschließend verblieb eine Brandwache, die gegen 9 Uhr erneut die Drehleiter für weitere Nachlöscharbeiten anforderte. Um 10.39 Uhr wurde der Einsatz beendet. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kripo Pinneberg übernommen.

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

 
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