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Wärmebildkamera

Die Wärmebildkamera ist ein Einsatzgerät das die Wärmestrahlung, welches jedes Objekt aussendet - egal wie warm oder kalt, mittels hochmoderner Wärmebildtechnik in ein sichtbares Bild umwandelt.

Durch den Einsatz einer Wärmebildkamera erlangen Feuerwehrwehrmänner eine wichtige Eigenschaft im Innenangriff - sie können sehen! Egal ob bei vollständiger Dunkelheit oder völliger Verrauchung.

Eine Wärmebildkamera ist aber nicht mit einem Nachtsichtgerät zu vergleichen, denn ein Nachtsichtgerät verstärkt nur das restliche sichtbare Licht. Die Wärmebildkamera jedoch benötigt kein sichtbares Licht, sondern setzt ausgesendete Wärmestrahlung in ein Bild um.

Die Einsatzkräfte erkennen bei vollkommener Verrauchung sämtliche Möbel,  Hindernisse und Gefahren. Personen die bewusstlos am Boden liegen werden beim betreten des Raumes sofort erkannt und können viel schneller gerettet werden. Die Feuerwehrmänner sehen ob der Boden, die Türe oder die Wand vor ihnen heiß ist oder nicht. Versteckte Brandherde und Glutnester können schneller lokalisiert und gezielt abgelöscht werden.

Wärmebildkamera

Funktionsweise

Jeder Gegenstand und jedes Lebewesen strahlt eine gewisse Energie (Wärme- energie) in Form von Infrarotstrahlung ab (dies beginnt schon über dem absoluten Nullpunkt bei etwa -273°C).

Infrarotstrahlen sind ein Teil des elektro- magnetischen Wellenspektrums wie z.B. UV-Licht, sichtbares Licht, Radiowellen, Röntgenstrahlen usw. .

Da die Wellenlänge der Infrarotstrahlen länger als die des sichtbaren Lichtes ist, dringt sie ca. 150 000 mal besser durch Rauch hindurch als das sichtbare Licht. Diese Eigenschaft macht man sich bei der Wärmebildkamera zu nutze und erzeugt mittels moderner Elektronik ein Bild auf dem Kameradisplay. Infrarotstrahlen durchdringen aber kein Glas (Ausnahme ab 600°C) und auch kein Wasser - die Infrarotstrahlung umliegender Gegenstände wird jedoch an der Oberfläche reflektiert und kann so ungeübte Wärmebildkameranutzer leicht täuschen - d.h. dass z.B. Feuer das sich hinter einer Glastür befindet mit der Wärmebildkamera evtl. nicht gesehen werden kann, allerdings könnte man sehen ob die Glastür, aufgrund der Wärmestrahlung des Feuers, sich erhitzt hat oder nicht.

Wärmebild

Das Wärmebild wird als schwarz/weiß-Bild auf dem Display angezeigt. Dabei Kennzeichnen dunkle Bildpunkte kalte Stellen und helle Bildpunkte wärmere Stellen. Besonders heiße Stellen werden weiß, jedoch mit einem schwarzen Ring dargestellt - dies ist der sogenannte Ringbildungseffekt (oder der engl. Fachausdruck "halo-effect").

Die heutigen Wärmebildkameras sind so Wärmeempfindlich, dass sogar nach kurzem berühren einer Tischplatte der Handabdruck noch nach Minuten zu sehen ist.

Dieses Gerät im Einsatz:

 
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